CDU will kontrollierten Ausbau der Windenergie

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Absage an pauschale Ablehnung durch Verwaltung/ Kaum Repowering

Auf einen behutsamen Ausbau der Windenergie in Möhnesee setzt die CDU-Fraktion im Gemeinderat. Die Interessen von Anwohnern und Umwelt müssen dabei berücksichtigt werden. Den Plänen von Bürgermeister und Verwaltung, gar keinen Ausbau im Gemeindegebiet zuzulassen, erteilt die CDU allerdings eine Absage. Den für heute im Bauausschuß vorgesehenen Beschluß, die weitestgehend ausgeschöpften Flächen für Windenergie nicht zu erweitern, obwohl einige Anträge auf neue Windräder vorliegen, hält die CDU für nicht zeitgemäß.„Die Energiewende nach Fukushima erfordert ein Umdenken bei den Verantwortlichen und ein entsprechendes Handeln auf allen politischen Ebenen“ stellt Albert Kleineheer, Sprecher der CDU im Bau- und Planungsausschuß, fest. Die schlichte Ablehnung jeglicher neuer Windenergieanlagen im Gemeindegebiet durch Bürgermeister und Verwaltung passe nicht zu diesen veränderten Rahmenbedingungen. Auch Möhnesee müsse einen Beitrag zur Förderung erneuerbarer Energien leisten. Die Landesregierung in Düsseldorf hat die Errichtung neuer Windräder durch entsprechende Erlasse vereinfacht. Sie könnten sogar mitten im Wald gebaut werden.  Solchen „Wildwuchs“ will die CDU in Möhnesee verhindern. Wo neue Anlagen entstehen können, will die CDU erst am Ende eines entsprechenden Planungsprozesses festgelegt wissen. Die mit der Ausweisung entsprechender Konzentrationsflächen erreichte Lenkung des Windradbaus im Gemeindegebiet will die CDU nicht aus der Hand geben. Da die ausgewiesenen Bereiche aber bereits mit Anlagen gefüllt sind, müssen, so Kleineheer, neue Ansätze gesucht werden. Seit 2010 beschäftigt sich ein Arbeitskreis der Partei mit den Möglichkeiten regenerativer Energieerzeugung im Gemeindegebiet. Dabei hat die Windenergie nach Feststellung der CDU das größte Steigerungspotential und sei neben der Wasserkraft die wirtschaftlichste Lösung. Neben der Erweiterung der Flächen sieht die CDU im „Repowering“ ein geeignetes Element, um die regenerative Energieerzeugung zu steigern. Hier sei wegen der noch relativ jungen Anlagen auf der Haar die Bereitschaft der Betreiber, diese durch leistungsfähigere neue Windräder zu ersetzen, allerdings gering. So bleibe für die Steigerung der Energieerzeugung nur die Möglichkeit, in begrenztem Rahmen und nach sorgfältiger Planung, zu der auch Gespräche mit den Nachbargemeinden gehören sollten, neue Standorte zu ermöglichen. Deshalb werde die CDU-Fraktion heute gegen die Vorlage der Verwaltung stimmen, die jeden Fortschritt bei der Erzeugung von mehr Windenergie in Möhnesee verhindern würde.

 
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