CDU setzt auf erneuerbare Energien an Haar und Möhnesee


 photovoltaik

Rücksicht auf Landschaftsbild/ Bürger an Anlagen beteiligen

 

Die CDU Möhnesee sieht in der Gemeinde ein großes Potential für die Nutzung erneuerbarer Energien und der Senkung der Co2-Belastung für die Umwelt. Die Nutzung dieser umweltfreundlichen Energieerzeugung soll gefördert werden, zugleich müssen bei deren Ausbau die Interessen der Bürger der Gemeinde stärker berücksichtigt werden. Das ist das Fazit eines Arbeitskreises der CDU, der sich seit der Kommunalwahl ausführlich mit dem Thema „Umweltfreundliche Energien in Möhnesee" beschäftigt hat.  

Unter Leitung von Professor Hans-Georg Hartkamp haben die Mitglieder die Energieversorgung im Gemeindegebiet analysiert. Die jüngst in Kraft getreten Novelle des Erneuerbaren-Energien-Gesetzes floss direkt in die Ausarbeitungen des Arbeitskreises ein. Unter den erneuerbaren Energien habe die Wasserkraft im Gemeindegebiet einen erfreulich hohen Anteil, sei aber kaum ausbaubar. Großes Potential sei aber bei Windkraft, Biomasse und Solarenergie vorhanden. Hierbei gelte es, diese Anlagen so zu gestalten, dass die Bürger diese Art der Energieerzeugung auch akzeptieren, so Hartkamp.

Für Solaranlagen sollen nach den Vorschlägen des Arbeitskreises vor allem versiegelte Flächen wie Hausdächer genutzt werden. Auch Konversionsflächen und Sonderflächen wie Erddeponien seien sinnvoll. Freilandanlagen auf Ackerflächen erteilt der Arbeitskreis dagegen eine Absage. Der Verbrauch wertvollen Ackerbodens sei mit den Zielen einer intakten Umwelt nicht vereinbar. Grundsätzlich sollen die Anlagen so gestaltet werden, dass sie das Landschaftsbild im Gemeindegebiet nicht beeinträchtigen.

Die Nutzung der heimischen Biomasse sei bzgl. der elektrischen Leistung ausbaufähig.

Der große Waldbestand werde zukünftig eine stärkere energetische Holznutzung erfahren. Mit der Holzschnitzelheizanlage für die neue Schule in Körbecke habe die Gemeinde hier ein gutes Signal gesetzt.

Das größte zusätzliche Potential zur umweltfreundlichen  Energieerzeugung sieht der Arbeitskreis bei der Windkraft. Je Hektar bietet sie - im Vergleich zu Biomasse und Photovoltaik - den mit Abstand größten Energieertrag. Eine größere Stromausbeute sei sogar mit weniger Anlagen machbar.

Um die Energieausbeute der Standorte zu verbessern spricht sich die CDU für ein so genanntes „Re-Powering" aus. Dabei werden alte Windräder durch wenige moderne, leistungsstarke ersetzt. Für die meisten der in den 90er Jahren errichteten Anlagen im Gemeindegebiet stelle sich diese Frage in den nächsten Jahren. Moderne Windräder bieten nach den Erkenntnissen des Arbeitskreises mehrere Vorteile:

  • - größere Abstände zu Wohngebieten = geringere Schallimmissionen
  • - verminderte Drehzahl der Rotoren = visuelle Wahrnehmung positiver
  • - Schattenwurf und Discoeffekt kann minimiert werden
  • - weniger Vogelschläge aufgrund größerer Höhe und geringerer Drehzahl
  • - große Abstände der Anlagen untereinander (größer 1000m) = Landschaftsschutz

 

Neue Anlagen sollen nach den Empfehlungen des Arbeitskreises aber nur zugelassen werden, wenn zugleich mehrere ältere Anlagen abgebaut werden. Die Standorte sollen nach strengen Kriterien ausgewiesen werden und der Abstand zur nächsten Wohnbebauung mindestens 800 Meter betragen. Die von Professor Hartkamp durchgeführte Standortanalyse nach diesen Vorgaben und unter Berücksichtigung der gesetzlichen Bestimmungen ergab ein Potential von 23 möglichen Standorten für Großanlagen, das sind sechs Anlagen weniger als derzeit im Gemeindegebiet vorhanden.

Re-Powering passiert nicht von jetzt auf gleich, weil sich der Ersatz der vorhandenen Anlagen über einen Zeitraum von 20 Jahren hinziehen wird.

Die höchstmögliche Energieausbeute würde im Endzustand etwa den 10-fachen Ertrag gegenüber der jetzigen Energiemenge betragen, obwohl die Landschaft weniger „verunstaltet" würde.

Erfreulich ist die Energieerzeugung auf heimischer Scholle nicht nur für die Umweltbilanz. Auch die Gemeindekasse profitiert, denn für die Erträge aus Wind, Sonne und Biomasse bekommt sie Gewerbesteuer. Ein Aspekt, den der CDU-Arbeitskreis in Zeiten knapper öffentlicher Finanzen nicht unerwähnt lässt.  

 

Die Ergebnisse des Arbeitskreises wurden bereits im CDU-Vorstand und in der Ratsfraktion diskutiert. Der neu gewählte CDU-Vorsitzende Michael Grabs sieht darin eine wichtige Grundlage für die CDU-Energiepolitik in der Gemeinde. Mit der Absage an den Verbrauch von Ackerflächen und dem Ersatz alter Windräder durch wenige, aber leistungsfähige moderne Anlagen gebe man möglichen Investoren eine wichtige Planungshilfe. Zugleich setzt sich die CDU dafür ein, den Bürgern durch entsprechende Geschäftsmodelle die Beteiligung an solchen Anlagen zur Energieerzeugung aus Sonne, Windkraft und Biomasse in Möhnesee zu ermöglichen.

Nächste Termine

uhlenberg

CDU Senioren Union
CDU Deutschlandcdunrw-aktuell
cdunrw-jetzt-mitglied-werden
10 Gute Gründe
CDU NRW

Benutzermenü

Benutzeranmeldung